Ode an den Winter:

Aus dem Himmel entschwebt sacht
wie Sternenstaub aus Vollmondnacht,
ein weißer Glanz aus Eis,
bedeckt die Welt mit grellem Weiß.

Ein Regen aus Glanzkristall.
Ein langer und grazieler Fall.
Die Welt erstarrt, der Wind vergeht,
bis sich kein Leben mehr bewegt.

Die Bäume sind im Fall erstarrt,
wie die Luft, die im Flug verharrt.
Die letzten Vögel suchen die Flucht,
doch nun zeigt sie keine Frucht.

Es ist als bliebe alles stehen,
keine Regung mehr zu sehen.
Die Tiere sind schon lange schlafen,
wo sich Kälte und Winde nie trafen.

Alle warten auf das Licht,
doch es wartet und kommt nicht.
Der Mond bleibt im Sternenzelt
und schenkt sein kaltes Licht der Welt.

Der Reif beginnt zu schmelzen,
Pflanzen erheben sich aus den Felsen,
doch noch ist die Zeit nicht gekommen,
noch hat die Sonne nicht gewonnen.

Ein Regen aus Glanzkristall.
Ein langer und grazieler Fall.
Die Welt erstarrt, der Wind vergeht,
bis sich kein Leben mehr bewegt.